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Für einen guten Start in den Tag: Ideen fürs Frühstück mit Kleinkindern

Joghurt mit frischen Beeren

Den Spruch kennen wir noch von unseren Omas: „Morgens essen wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler.“ Und auch wenn sich in punkto Ernährungstrends sehr viel getan hat seit Omas Zeiten, so ist die Kernaussage dieser Redewendung immer noch topaktuell: Das Frühstück ist eine Mahlzeit, die unglaublich wichtig ist, denn sie liefert die Energie, um nicht nur den Morgen, sondern den gesamten Tag gut zu verbringen.

Umso wichtiger ist das Frühstück für Kleinkinder. Abwechslungsreich sollte es sein und die richtigen Komponenten bieten, um Kraft und Energie zu tanken. Dazu gehören idealerweise drei Komponenten: Getreide, frisches Obst und/oder Gemüse sowie Milch oder Milchprodukte.

Getreide

Ideal ist ein ungesüßtes Müsli. Es gibt Produkte, die speziell für Kinder bis 3 Jahre konzipiert sind. Diese Kleinkind-Müslis sind sehr fein gemahlen und gut geeignet, Kleinkinder das Thema Müsli schmackhaft zu machen. Zudem ist in der Regel kein zusätzlicher Zucker enthalten, die Süße entsteht beispielsweise durch Früchte. Eine Alternative zum Müsli sind ungesüßte Getreideflocken, zu denen nach belieben auch frischen Obst reingeraspelt werden kann. Und das klassische Getreide-Produkt sind natürlich Brot und Brötchen, am besten greift man zur Vollkorn-Variante.

Frisches Obst und Gemüse

Beilagen wie Gurken und Tomaten lassen sich prima ins Frühstück integrieren. Obst lässt sich auch wunderbar ins Müsli mischen – dabei lieber frisches Obst nehmen und weniger Trockenobst. Auch Saft ist eine Möglichkeit, eine Obstportion hinzuzufügen. Er sollte im Verhältnis 2:1 oder 3:1 als Schorle gereicht werden.

Milch und Milchprodukte

Das Müsli können Eltern mit Milch, Joghurt oder Buttermilch mischen – so bekommen die Kleinen gleich eine Portion Getreide und Milchprodukte ein einem Rutsch. Statt Kuhmilch kann man das Müsli auch mit (kalter) Kindermilch anrichten. Sie enthält weniger Eiweiß als Kuhmilch und ist optimal auf den Nährstoffbedarf von Kleinkindern im Alter von 1 bis 3 Jahren abgestimmt.

Weitere Kombis mit Power-Faktor sind beispielsweise Brot mit Frischkäse, einem (milden) Scheibenkäse oder ein mit Quark bestrichenes Brot, auf das als süßes Topping noch ein Klecks Marmelade kommt. Quark lässt sich zudem auch mit ungesüßtem Obstmus aufpeppen. Probiert doch mal ein Fruchtpüree aus den „Quetschies“ – die kann man gut dosieren.

Frühstücks-Getränke

Anstelle von Saft können ungesüßte Tees oder einfach ein Glas Wasser auf den Tisch kommen. Es ist wichtig, dass Kleinkinder bereits zum Frühstück ausreichen viel trinken, um gut in den Tag zu starten.

Frühstücks-Ideen, die Abwechslung auf den Tisch bringen

  • Feine Haferflocken mit zerdrückter Banane, geriebenem Apfel und/oder Naturjoghurt
  • Milchreis mit Obst
  • Grießbrei mit Apfelmus
  • Brot mit Frischkäse und Bananenscheiben
  • Brot mit Frischkäse, Gurken- und Tomatenstücken
  • Brot mit gekochtem Schinken und Rohkost
  • Brot mit mildem Käse und Obst

Extra-Tipp für Nicht-Frühstücker

Wenn die Kinder partout nichts essen wollen, hilft manchmal ein Griff zum Pürierstab. Smoothies oder Obstmilch mögen viele Kinder sehr gern – dazu einfach Kuhmilch oder Kindermilch mit Früchten und Schmelzflocken pürieren. Die Wahl des Obstes ist völlig eurem eigenen Gusto und dem des Kindes überlassen. Der Klassiker ist natürlich Banane, aber auch Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren eignen sich super. Oder wie wäre es mal mit einer etwas gewagteren Kombination aus Aprikose und Brombeere? So kann man Obstmilch über das Jahr hinweg stetig variieren und saisonales Obst verwenden. Ein kleiner Trick, der bei uns immer gut funktioniert: Das Ganze wird dann als „Zaubermilch aus dem Feenland“ deklariert. Wirkt!

Wichtig zu wissen

Eltern sollten sich nicht stressen, wenn die Kinder nicht gut frühstücken – manchmal reicht es auch, wenn sie in einen Apfel beißen oder ihre Milch trinken und dann später bei einem zweiten Frühstück, sei es in der Kita oder zuhause, „nachholen“. Wichtig ist, dass die Tages- beziehungsweise die Wochenbilanz stimmt.

Eine Übersicht dazu, wie die idealen Tagesportionen im Rahmen der Ernährungsempfehlungen für Kleinkinder aussehen, findet ihr in unserem Beitrag zur optimierten Mischkost.

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