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Trinken lernen: So klappt es mit Becher, Glas und Tasse

Trinken lernen

Richtig trinken – hört sich einfach an. Aber auch das Trinken will gelernt werden! Das gilt auch schon für Babys. Im ersten Lebenshalbjahr decken diese ihren Flüssigkeitsbedarf über das Stillen oder die Milchnahrung. Spätestens ab der dritten Breimahlzeit am Tag sollte zusätzliche Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee gegeben werden. Und entgegen der landläufigen Vorstellung geht das durchaus auch ohne ein klassisches Babyfläschchen.

Ziel ist, dass die Kinder sich an die normalen Familiengegebenheiten gewöhnen. Also an das Trinken aus dem Glas oder dem Becher,

sagt unser Experte Nicolas Ting. Aber geht das überhaupt? Ein Baby und Glas? Und wo landet dann das Wasser – wirklich IM Kind? Mit etwas Übung klappt es. Und mit unseren Tipps zum richtigen Trinken lernen sowieso.

So führst du dein Kind behutsam an ein Trinkgefäß heran

  • Niedrige Gefäße mit breiter Basis wählen. Denn diese fallen nicht so leicht um.
  • Zudem solltest du bei einem Glas darauf achten, dass der Rand nicht zu dünn (kleine Kinder beißen gerne mal rein!) und schön abgerundet ist.
  • Optimalerweise hat das Glas oder der Becher keinen Henkel. Damit üben die Kinder automatisch das Greifen.
  • Zu Beginn dem Kind das Gefäß reichen, zum Mund führen und ihm beim Trinken helfen.
  • Das Gefäß bis zum Rand füllen, so dass direkt etwas Wasser die Lippen benetzt. Dann öffnet dein Kind automatisch den Mund.
  • Praktische Lösung für unterwegs: Es gibt Becher mit Deckel, der auf Druck der Lippe hin nachgibt.
  • Leitungswasser kannst du übrigens unbedenklich auch bereits Babys geben – einfach aus dem Hahn ablaufen lassen, bis es schön kalt aus der Leitung kommt. Wenn du Zweifel wegen der Wasserqualität hast (das kann in Altbauten manchmal der Fall sein), wende dich am besten an deinen örtlichen Wasserversorger.
  • Zu jeder Breimahlzeit sollte etwas zu trinken angeboten werden. So lernt dein Kind, dass das Trinken zu einer Mahlzeit dazu gehört.
  • Die Trinkmenge sollte begleitend zur Beikost bei etwa bei 400 ml am Tag starten (inklusive Milch) und sich dann nach und nach auf 600 ml bis 700 ml bis zum ersten Geburtstag steigern. Über 1 Liter sollte es aber nicht sein, denn zu viel Flüssigkeit könnte die Nieren deines kleinen Schatzes zu stark belasten.

Lieber keine Nuckelflaschen

Henkel und Trinkdeckel sowie die klassischen Trinkaufsätze sind zwar praktisch und haben den Effekt, dass die Kinder tatsächlich selbständig trinken können. Allerdings auch nur aus diesen Gefäßen. Unter Umständen muss man ihnen dann die Flaschen wieder aufwendig abgewöhnen. Zudem gibt es die so genannte Nuckelkaries, die dann entsteht, wenn Kinder permanent an ihren Fläschchen saugen – selbst reines Wasser ist dabei nicht unbedenklich. Vor allem Saftschorlen und gesüßte Tees sollten daher auf keinen Fall zum permanenten Nuckeln freigegeben werden.

Also lieber von Anfang an konsequent sein, auch wenn es vielleicht etwas Mühe kostet. Es lohnt sich, denn dein Kind wird schneller selbstständig sein und ganz fix ist das Trinken aus dem Becher oder Glas dann eine Selbstverständlichkeit.

Übrigens: Zum Thema WAS Kleinkinder idealerweise trinken sollten, haben wir einen eigenen Artikel verfasst. Zum Thema Zucker in Getränken findest du hier eine Übersicht. Und die besten Teesorten für Kleinkinder haben wir dir ebenfalls zusammengefasst.

 

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