Ernährung Ratgeber

Lagerung im Kühlschrank: Rein oder nicht rein?

Lagerung im Kühlschrank

Kühlschränke sind eine tolle Erfindung. Mal ehrlich, könnt ihr euch vorstellen, keinen zu haben? Wohl eher nicht, oder? Tür auf, Lebensmittel rein und alles bleibt schön frisch – perfekt. Ganz so einfach ist es aber leider doch nicht: Denn die richtige Lagerung im Kühlschrank will gelernt sein. Und nicht alles, was wir wie selbstverständlich in die Kühlung hineinpacken, gehört dort auch hin.

Viele wasserhaltige Gemüsesorten beispielsweise fühlen sich bei Raumtemperatur viel wohler: Tomaten beispielsweise, aber auch Zucchini, Auberginen, Gurken oder Paprika. Anderes Gemüse wie Bohnen, Brokkoli und Karotten oder auch Salat gehören dagegen in den Kühlschrank und zwar idealerweise ins Gemüsefach.

Die ideale Kühlschrank-Aufteilung

Im unteren Bereich ist es nämlich am kältesten, weshalb dort auch der ideale Platz für Fleisch, Wurst und Fisch ist. Diese sollte man übrigens auch immer in separaten Fächern oder Behältern lagern. Auch angerührter Baby-Brei hält sich dort bis zu 24 Stunden lang In den mittleren Bereich packt man am besten Milch, Joghurt, Frischkäse oder (verpackte) Lebensmittelreste.

Der oberste Teil eignet sich für Käse, Gläser und Becher mit Brotaufstrichen oder auch Kaffee. Ja, Kaffee! Der sollte nämlich, entgegen der Gepflogenheit in vielen Haushalten, tatsächlich im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wichtig ist allerdings, dass er in einem geeigneten Behälter vor Feuchtigkeit geschützt wird, da sich im Kühlschrank oft Kondenswasser bildet. Denn er sollte nicht nur kühl, sondern auch trocken gelagert werden. Käse packt man am besten in spezielles Käsepapier ein – in Plastik wird er schnell schimmlig.

In die Türfächer kommen Lebensmittel, die nicht so stark gekühlt werden müssen, wie Getränke, Butter, Marmelade, Senf, Ketchup, Saft sowie klassischerweise Eier in die passenden Vertiefungen (wobei diese eigentlich erst nach 4 Wochen gekühlt werden müssen – siehe Datum auf der Verpackung). Auch geöffnete Pasten, Pesto oder asiatische Saucen sind hier gut verwahrt, ebenso wie kühlpflichtige Medikamente.

So klappt’s mit der Kühlschrank-Lagerung. Unsere Experten-Tipps

Salate und Salatmischungen in ein Küchentuch einschlagen, so wird die Feuchtigkeit gehalten.

Lebensmittelreste immer abkühlen lassen und nur verpackt in Schalen oder Plastik-Boxen in den Kühlschrank geben. Haltbar sind sie dann 2 bis 3 Tage.

Öle im Sommer ebenfalls im Kühlschrank lagern, am besten im oberen Fach oder in der Tür. Das hat den Vorteil, dass die Öle nicht nur bei konstanter Temperatur gelagert werden, sondern auch vor Licht geschützt sind Ausnahme: Leinöl gehört immer in den Kühlschrank.

Jeden Tag einen kurzen Check machen, ob Lebensmittel ablaufen bzw. noch verwertet werden können.

Gute Ideen, um Lebensmittelverschwendung vorzubeugen

  • Eine Liste an Kühlschrank hängen zur Übersicht, welche Reste und offenen Behältnisse noch zu verwerten sind.
  • Frische Ware hinten platzieren, angebrochene nach vorne stellen
  • Nach Lebensmittelgruppen sortieren und beispielsweise eine Käse- und eine Wurstschale oder –Box packen. So ist alles sofort griffbereit

EXTRA: Welches Obst und Gemüse sollte in den Kühlschrank?

Diese Grafik  des aid Infodienstes macht es deutlich:

lagerung-kuehlschrank-obst-gemuese-tabelle

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