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Babynahrung – alles nur Bio?

Regel mit Gemüse im Supermarkt

Das Thema Bio ist ein sehr wichtiges bei der Zubereitung von Babynahrung beziehungsweise Babybrei – egal ob selbstgekocht oder aus dem Gläschen. Grundsätzlich empfehlen auch wir, nach Möglichkeit beim Einkauf auf Bio-Produkte zurückzugreifen. Denn so könnt ihr sicher sein, dass die Lebensmittel einfach weniger belastet sind.

Beim Kauf fertiger Mahlzeiten könnt ihr sicher sein, dass darin nur Zutaten in bester Qualität verarbeitet wurden, da die gesetzlichen Vorschriften für Babynahrung sehr streng sind. Das gilt nicht nur für Gemüse, Fleisch und Getreideprodukte, sondern beispielsweise auch für das zugefügte Öl.

Und natürlich könnt ihr fertige Produkte auch in eure selbstgekochten Mahlzeiten integrieren. Beim Getreide-Obst-Brei ist das ja meistens der Fall, wenn ihr Getreideflocken verwendet.  Oder ihr peppt Joghurt mit einem Obst-Gläschen oder  Fruchtpüree aus dem Quetschbeutel auf. Die Möglichkeiten sind vielfältig!

Ein kleiner Einkaufsguide für Bio-Lebensmittel

Wenn ihr für eure Mahlzeiten einkauft, könnt ihr auf zertifizierte Bio-Siegel wie das EU-Biosiegel, das deutsche Biosiegel, Demeter, Naturland oder Bioland achten. Diese haben teilweise nochmals eigene Kriterien für ihre Produkte entwickelt. Ihr könnt aber auch bei allen anderen entsprechend gekennzeichneten Bio-Lebensmitteln zugreifen. Das Angebot ist mittlerweile groß, selbst beim Discounter bekommt ihr entsprechende Ware.

Grundsätzlich könnt ihr auf Folgendes achten:

Gemüse und Obst: Bekommt ihr prima auf dem örtlichen Wochenmarkt. Das stärkt zudem den regionalen Gedanken. Und weniger verpackt sind die Lebensmittel in der Regel auch (Stichwort Plastik). Auch auf dem Markt gibt es Stände, die ausschließlich Bio-Ware verkaufen (beispielsweise unter einem der oben genannten Siegel).

Alternativ könntet ihr überlegen, eine Öko-Kiste zu abonnieren, die es sicher auch in eurer Nähe gibt (einfach mal googeln). Vorteil: Die Kiste wird direkt zu euch geliefert. Sie enthält immer frische, regionale und saisonale Zutaten. Dabei entdeckt man auch manches, was man vielleicht noch gar nicht kennt – Urkarotten beispielsweise oder verschieden farbige Bete, bestimmte Kohlsorten, Topinambur oder Schwarzwurzeln. Ihr werdet überrascht sein, wie vielfältig gerade das Wintergemüse sein kann!

Fleisch: Hier sprechen sowohl eure Gesundheit als auch der Tierschutzgedanke eine Rolle. Bio-Ware aus artgerechter Tierhaltung mag auf den ersten Blick teuer erscheinen, macht sich aber auf anderer Seite auch wirklich bezahlt. Denn das Fleisch hat eine Top-Qualität, ist nicht belastet – und wir finden: Es schmeckt auch einfach besser. Vielleicht habt ihr in der Nähe einen Hofladen, bei dem ihr Fleisch und Wurst kaufen könnt? Auch der Wochenmarkt ist eine gute Adresse.

Milchprodukte: Regionale Molkereien werben mit fairen Milchpreisen und kurzen Wegen zwischen Produktion und Verkauf. Auch bei der Milch gibt es Bio-Produkte, auf die ihr gerne zurückgreifen könnt. Am besten achtet ihr außerdem auf pure und natürliche Produkte mit nur wenigen Zusätzen und Aromastoffen. Fruchtjoghurts beispielsweise enthalten mitunter viel Zucker.

Fisch: Fisch ist unheimlich wichtig und sollte regelmäßig auf den Tisch kommen. Ein- bis zweimal pro Woche wäre ideal. Empfehlenswert ist dabei ein Mix aus magerem Hochseefisch wie Seelachs oder Kabeljau und fettreichen Fischsorten wie Lachs, die wichtige Fettsäuren liefern. Auch hier könnt ihr auf Bio-Qualität achten, wenn ihr beispielsweise im Bio-Laden einkauft.

Oder wie wäre es einmal mit heimischen Fischsorten? Forelle, Saibling oder Renke gibt es frisch aus dem Teich oder dem See, oftmals kann man direkt bei einer Fischzucht kaufen. Wichtig: Roher (dazu zählt auch geräucherter) Fisch ist nicht für Kinder unter 5 Jahren geeignet. Selbst wenn er Bio-Qualität hat.

Foto Scott Warman /Unsplash

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