Ernährung Kleinkindernährung

Fertigprodukte für Kleinkinder? Unsere Tipps.

Regal im Supermarkt mit Verpackungen und Produkten in Flaschen und Dosen

Wir alle kennen diese Situationen: Es ist mal wieder unglaublich hektisch, alles will gleichzeitig erledigt werden. Die To-Do-Liste im Kopf reicht gefühlt bis zum Mond, vor der Waschmaschine stapelt sich die Wäsche, zum Einkaufen ist man auch noch nicht gekommen, der Hund ist noch nicht Gassi gewesen und das Kind mäkelt rum, weil es Hunger hat. Das große, mit Liebe zubereitete Menü muss aber leider ausfallen, wegen all der eben genannten Punkte.

Also schnell mal in den Küchenschrank oder die Tiefkühltruhe geguckt, ein fertiges Convenience-Produkt entdeckt, fix zubereitet und dem Kind serviert. So weit so gut. Es dauert dann vermutlich auch gar nicht lange, bis sich das schlechte Elterngewissen mal wieder regt. Fertigprodukte für Kinder? Geht das überhaupt?

Wir sagen: Ja es geht. Natürlich nicht ständig und ausschließlich, aber mal ehrlich: Wenn es den Alltag erleichtert, wenn sich unsere Kinder dabei gut fühlen – sollten wir uns dann nicht auch mal entspannen? Frisch zu kochen ist ein unabdingbarer Bestandteil der Familienküche. Aber manchmal geht es eben nicht, alles selbst zuzubereiten und frisch auf den Tisch zu bringen.

Fertige Kindermenüs: Zeitsparend und praktisch – aber auch gut?

Eine Alternative kann sein, einfach vorzukochen und Essen einzufrieren. Aber an anderen Tagen gibt es dann doch einmal die Fischstäbchen aus dem Tiefkühlfach oder das Kartoffelpüree aus der Packung. Oder wir packen ein fertiges Kindermenü in die Mikrowelle. Diese Menüs knüpfen an die Breigläschen an, die man bereits aus dem Babyalter kennt, und richten sich an Kleinkinder zwischen ein und drei Jahren. Im Gegensatz zum Brei sind die Mahlzeiten natürlich stückiger und zudem auch mild und kleinkindgerecht gewürzt. Wichtig: Die Kleinkind-Produkte sind in der Regel wenig gesalzt und die Komponenten im guten Nährstoffverhältnis zueinander ausgesucht.

Und auch die weiteren Vorteile liegen klar auf der Hand: Zu fertigen Produkten zu greifen ist zeitsparend und praktisch, lässt sich zu jeder Tageszeit schnell einplanen und auf den Tisch bringen. Zudem sind die Portionen handlich verpackt und hygienisch. Sie sind gut zu lagern und zu handhaben, man muss nichts umfüllen, sondern steckt sich das Ganze für unterwegs auch einfach mal in die Tasche. Denn auch für den Snack unterwegs gibt es eine Reihe von Angeboten, beispielsweise die „Quetschie“-Tütchen mit Frucht- und Gemüsepüree .

Ergänzung zum Speiseplan

Was man aber beachten sollte: Die Fertigprodukte ergänzen idealerweise den Speiseplan. Denn um den Kindern den Geschmack von Lebensmitteln nahe zu bringen, sollte man unbedingt so viel Abwechslung wie möglich auf den Tisch bringen. Kinder mögen in der Regel den milden, auf den Kindergaumen abgestimmten Geschmack von Kindermenüs. Doch für einen weiteren ernährungserzieherischen Effekt, sollten sie auch frühzeitig den individuellen Geschmack der puren Lebensmittel kennenlernen. Und damit auch die Bestandteile fertiger Menüs.

Es ist kein Geheimnis, dass frische Lebensmittel dem Körper gut tun. Dass sie mit bioaktiven Stoffen punkten, die in verarbeiteten Lebensmitteln weniger vorhanden sind, und dass die Nährstoffdichte höher ist. Dass Müll vermieden wird, wenn man die Karotte frisch am Markt kauft (und sie sich dann idealerweise in den mitgebrachten Korb packen lässt).

Frisch und Convenience: Einfach mal verbinden

Gleichzeitig ist aber auch eine Tatsache, dass es uns dennoch gut geht, wenn wir auch verarbeitete Lebensmittel essen. Ein guter Mittelweg könnte auch so aussehen: Frisches und Convenience einfach verknüpfen. Die selbstgemachten Frikadellen (einen Tipp, wie man dort Gemüse hineinschmuggelt findet ihr hier) mit einer Kinder-Tomatensauce (statt Ketchup) auf den Tisch bringen. Oder zu den Nudeln mit Tomatensauce vom Kinder-Fertigmenü frisch geschnibbelte Rohkost anbieten.

Und vor allem sollte man sich locker machen. Den Speiseplan kreativ gestalten und Abwechslung auf den Tisch bringen. Die Kinder werden es euch danken. Weil sie nämlich so ein gutes Gefühl fürs Essen bekommen. Denn Essen ist hat ja im Idealfall etwas mit Genuss zu tun und nicht mit Verbissenheit und schlechtem Gewissen.

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