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Warum der Apfel ein Top-Lebensmittel für dich und deine Familie ist

Roter Apfel in einer Hand

Foto Priscilla Du Preez | Unsplash

Herbstzeit ist Apfelzeit! Daher wollen wir uns heute mal mit unserem Lieblingsobst beschäftigen und zusammenfassen, was den Apfel so wertvoll macht. Das Tolle für euch als Kleinkindeltern ist ja, dass Äpfel bei Kindern normalerweise recht beliebt sind. Kein Wunder, denn die säuerliche Süße der knackigen Früchte schmeckt einfach gut. Außerdem ist der Apfel ein wunderbar wandelbares Lebensmittel. Er schmeckt roh und pur genauso wie als Kompott, als Bratapfel oder im Kuchen.

Warum sind Äpfel so gesund?

Äpfel sind so gesund, weil sie eine ganze Reihe an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen enthalten. Gerade letztere rücken immer mehr in den Fokus, weil sie vom Stoffwechsel bis hin zur Verdauung und dem Immunsystem im Körper sehr viel Gutes bewirken. Und gerade Äpfel enthalten viel davon. Am besten die Schale immer mitessen (gut gewaschen, versteht sich), denn direkt dort stecken besonders viele der gesunden Pflanzenstoffe.

Welche Apfelsorte sollte ich essen?

Das hängt natürlich von euren persönlichen Vorlieben ab. Kinder mögen gerne die knackig-süßen und leuchtenden Exemplare. Geht man vom Aspekt Gesundheit aus, solltet ihr öfter zu den alten Apfelsorten wie Boskop, Idared, Berlepsch oder Cox Orange greifen. Diese enthalten nämlich besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe. In den neuen Sorten werden nämlich genau diese Stoffe gerne herausgezüchtet, weil sie die Äpfel säuerlicher machen und dunkler färben. Also, keine Angst vor nicht ganz so „schönen“ Äpfeln – die sind mitunter sogar gesünder.

Geht auch Apfelsaft?

Wenn damit gemeint ist, das Gute des Apfels einfach in Saftform zu sich zu nehmen, dann ein klares Nein. Denn dadurch, dass im Saft Äpfel in sehr konzentrierter Form stecken, ist der Zuckergehalt sehr hoch. Zudem gehen durch die flüssige Form die guten Faserstoffe der Pflanze verloren, durch die man auch satt wird.

Zur Veranschanschaulichung: In einem Liter Apfelsaft stecken fast 1,5 Kilo Äpfel. Und mehr als 100 g Zucker – das sind über 20 Würfel! Daher gilt: Apfelsaft darf es gerne auch mal sein, aber am besten als Schorle gemixt mit Wasser im Verhältnis 1:3.

Rezepte und Ideen rund um den Apfel

Wir haben ja bereits festgestellt, dass Äpfel wahnsinnig vielfältig zubereitet werden können. Hier haben wir einige Ideen gesammelt, wie ihr das leckere Obst auf den Tisch bringen könnt.

FRÜHSTÜCK Nichts geht einfacher: Haferflocken, geriebener Apfel und etwas Milch, Getreidedrink oder Joghurt – fertig ist die absoluter Power-Mahlzeit zum Start in den Tag. Auch geriebene Nüsse passen super rein.

Das Ganze könnt ihr auch prima am Vortag zubereiten und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Werft mal einen Blick in unseren Beitrag zum Thema Oatmeal! Und wenn ihr es doch noch etwas süßer habt mögt: ein kleiner Klecks Honig oder anderes Süßungsmittel ist natürlich immer drin.

HAUTMAHLZEIT Reibekuchen mit Apfelmus: Das erinnert uns doch direkt an unsere eigene Kindheit! Dazu reibt ihr Kartoffeln (es darf gerne auch noch Gemüse drunter wie Karotten oder Zucchini) und vermengt sie mit etwas (Vollkorn)Mehl und verquirlten Eiern (2 Eier auf 1 Kilo Kartoffeln). Kleine Küchlein formen und in etwas Öl ausbacken.

Für das Apfelmus Äpfel (ideal sind eher säuerliche Sorten wie Boskop oder Cox Orange) mit Zitrone und Vanillemark (wenn ihr mögt) im Topf mit etwas Flüssigkeit (Apfelsaft oder Wasser oder beides gemischt) dünsten. Ja nach Vorlieben mehr oder weniger pürieren (Tipp: Püriert einen Teil der Äpfel und gebt das Püree dann zu den übrigen Äpfeln, dann hat das Mus noch ein bisschen mehr „mit drin“)

STATT KUCHEN Jedes Jahr im Herbst freuen sich unsere Kinder wie Bolle, dass jetzt wieder die Bratapfelzeit beginnt. Und das Allerbeste ist: Die sind so einfach zu machen und schmecken einfach himmlisch gut. Für unser allerliebstes Rezept nehmt ihr Äpfel (auch hier gerne eher die etwas festeren Sorten, die mehligen würden zu matschig werden) und stecht das Gehäuse aus.

Dann füllt ihr sie mit Mandelblättchen (und Rosinen, wer mag) und gebt sie in einer Auflaufform – die Schale bleibt dran – in den Ofen. Etwas Apfelsaft oder anderen Saft angießen, damit die Äpfel im Sud schön weich werden. Bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen, bis die Äpfel anfangen, ein wenig schrumpelig zu werden. Dann sind sie perfekt!

Dazu passt am besten Vanillesauce (wir nehmen tatsächlich gerne eine fertige, ihr könnt sie aber auch selbst machen und damit das Zucker-Thema entschärfen) oder auch eine Kugel Vanilleeis. Und Sahne natürlich auch.

SNACK Äpfel haben leider das „Problem“, dass sie schnell braun werden, sobald sie aufgeschnitten sind. Das mögen Kinder dann ganz und gar nicht. Also für die Unterwegs-Box am besten einen Apfel am Stück mitnehmen samt Messer und dann frisch aufschneiden.

Toll ist auch geriebener oder klein geschnittener Apfel im Quark oder Joghurt – gerne auch in der herzhaften Variante mit etwas Salz und Currypulver gewürzt. Schmeckt super als Brotaufstrich oder als Füllung in Pfannkuchen oder Wraps.

SMOOTHIE Auch in einen Smoothie passen Äpfel prima rein. Am besten mischt ihr dabei Obst und Gemüse im Verhältnis 50:50 (Thema Zucker gilt hier nämlich auch – ein reiner Obst-Smoothie ist sehr süß). Am besten frisch zubereiten und gleich verzehren! Rezepte und weitere Infos zum Thema Smoothie findet ihr in diesem Beitrag.

Noch mehr Inspo? Gibt’s natürlich hier bei uns

Ihr wollt noch mehr über aktuelles Saison-Gemüse und Obst erfahren? Hier auf der Seite könnt ihr im Suchfeld einfach nach bestimmten Jahreszeiten suchen – beispielsweise nach „Herbst“ oder „Winter“. Und schaut mal auf unsere Social-Media-Kanäle Facebook, Instagram und Pinterest! Dort haben wir immer aktuelle Tipps und stellen euch vor, was gerade bei uns in der Küche brutzelt und auf dem Teller liegt.

 

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