Sommerzeit ist DrauĂenzeit! Und wo könnte man die schöner verbringen als auf dem Spielplatz. Denn selbst wenn man den Luxus eines eigenen Gartens mit Wiese, SpielgerĂ€ten und allem drum herum genieĂen darf: Ab und zu geht muss es dann doch der Spielplatz sein, oder? Mit KlettergerĂŒst, groĂem Sandkasten, Trampolin und vor allem vielen anderen Kindern.
FĂŒr Spielplatz-Neulinge unter den Eltern und GroĂeltern fĂŒhlen sich die ersten Besuche aber erst einmal an wie eine völlig neue Welt. Es ist laut, es ist wuselig, es ist voll. Kleine Kinder bewerfen sich mit Sand, es gibt Geschrei, groĂe Kinder drĂ€ngeln sich an kleinen vorbei, man hat stĂ€ndig Sorge, dass das eigene Kind verloren gehen könnte, dazu muss man sich erst einmal dran gewöhnen mit vielen anderen Eltern in einem umzĂ€unten Areal auf beengtem Raum mitunter stundenlang zusammenzuhocken.
Ziemlich schnell lernt man auĂerdem die ungeschriebenen Spielplatz-Gesetze kennen. Beispielsweise dass Spielzeug Allgemeingut sind. Und wer einmal mit einem von oben bis unten mit Matsch eingeschmierten Kleinkind auf dem Spielplatz stand, wĂ€hrend das groĂe Geschwisterkind lauthals verkĂŒndet, es mĂŒsse jetzt âganz dringend Pipiiiiiiiiiâ, lernt auch schnell, was unbedingt in die Tasche gepackt werden muss, wenn es in Richtung Spielplatz geht.
Auch wir haben so unsere Erfahrungen gemacht, alle davon zusammengworfen und unsere persönliche Top 5 der wichtigsten Spielplatz-Utensilien gekĂŒrt. VoilĂ :Â
FeuchttĂŒcher
FeuchttĂŒcher gehören zu den Dingen, die man erst zu schĂ€tzen lernt, wenn man Kinder hat. Dabei kann man sie in wirklich allen Lebenslagen benutzen. Und fragt sich, wieso man das eigentlich nicht schon vorher wusste. Auf dem Spielplatz sind sie praktische Helfer in der Not bei dreck- und sonstwie verschmierten HĂ€nden, FĂŒĂen und Gesichtern (sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern) und in der Wickeltasche sind sie sowieso unverzichtbar.
Kleiner Link-Tipp und eine sehr humorvolle Auseinandersetzung mit dem Thema FeuchttĂŒcher (und wie es doch auch ohne geht) auf dem sehr lesenswerten Blog von Andrea Harmonika.
Snacks
Der Hunger kommt oftmals unvermittelt und schnell. Sehr schnell. Bewegung und frische Luft tun ihr ĂŒbriges. Wohl dem, der genĂŒgend Snacks eingepackt hat. Der Fingerfood-Klassiker fĂŒr kleine Kinder sind Obst- und GemĂŒse-Schnitze. Schnell gemacht und prima verstaubar in der Frischhaltedose. Auch ein MĂŒsliriegel oder ein Quetschie darf mal rein. Die sind sehr handlich fĂŒr unterwegs und lassen sich auch gut mit dem frischen Obst und GemĂŒse oder einem Joghurt kombinieren. Auch Getreidekringel aus Hirse oder Dinkelstangen packen wir gerne ein. Die kann man dann beispielsweise ins ObstpĂŒree dippen. Noch mehr Tipps fĂŒr kleinkindgerechte Snacks und Fingerfood findet ihr in diesem Artikel.
Spielzeug
Kein Spielplatz ohne Schaufel, Eimer oder Bagger â das ist klar. Meist ist es ja so, dass die SandkĂ€sten voll sind von Sandspielzeug und sich jeder, wenn er nett fragt, gerne mal die Sachen eines anderes Kindes ausleihen darf. Aber bitte vorher immer fragen! Sinnvoll kann es sein, Spielsachen mit Namen zu beschriften, damit nichts verwechselt wird. Denn bei all dem Gewusel, das mancherorts herrscht, kann es schon einmal passieren, dass etwas verloren geht oder vertauscht wird. Und wenn dann die gleiche Schaufel plötzlich fĂŒnfmal vertreten ist, weiĂ man genau, welches seine ist. Nichtsdestotrotz passiert es natĂŒrlich, dass man nach Hause geht und statt zwei Schaufeln plötzlich zwei fremde Eisförmchen in der Tasche hat. Aber das gehört wohl einfach dazu, zum Kosmos Spielplatz.
Wechselkleidung
Gerade im Sommer ist es natĂŒrlich herrlich, an warmen Tagen auch mit Wasser zu spielen. Viele SpielplĂ€tze haben Pumpen und kleine KanĂ€le, durch die man das Wasser hindurch leiten kann. Und was gibt es Schöneres als mit Matschepampe zu spielen! Hinterher ist meistens nicht nur der Sand nass, sondern auch die Kinder und fĂŒr den Fall haben schlaue Eltern natĂŒrlich immer einen Satz Wechselkleidung dabei. Damit keiner in nassem Shirt und nasser Hose nach Hause gehen muss und sich dann womöglich eine ErkĂ€ltung einfĂ€ngt. Auch dann unverzichtbar, wenn doch mal was in Hose ging und der Infoschrei âPipiiiiiiiâ leider zu spĂ€t kam.
Gute Nerven
Zugegeben: Es ist nicht immer alles supidupi auf so einem Spielplatz. Gerade in StĂ€dten, wo die SpielplĂ€tze sehr stark frequentiert sind, kann der Besuch dort manchmal ganz schön anstrengen. Es ist laut, man steht permanent unter Strom, damit man inmitten all der Kinder seine eigenen nicht völlig aus den Augen verliert, groĂe Kinder nehmen den kleinen was weg, Geschrei, dazu noch die Vielzahl an anderen Eltern, mit denen man manchmal einfach nichts anfangen kann, die einem aber trotzdem ungefragt ein Ohr abkauen. Da ist man dann am Abend ganz schön platt. Aber die Kinder lieben es! Deswegen stĂŒrzen wir uns auch immer wieder mit viel Energie ins GetĂŒmmel â und mal ganz ehrlich: Was gibt es Schöneres als ein glĂŒckliches Kinderlachen.
Unser Tipp: Haltet mal Ausschau nach alternativen Optionen. In jeder Stadt gibt es neben den groĂen, oftmals ĂŒberlaufenen, auch kleine PlĂ€tze, die vielleicht ein bisschen versteckt sind, aber dafĂŒr schön ruhig. Und wenn man dann doch mal wieder mitten im Trubel steckt: ZurĂŒcklehnen, sich am Kinderlachen freuen und vielleicht mal selbst in die mitgebrachte Snackbox greifen und ganz in Ruhe einen Apfelschnitz genieĂen. Solltet ihr zu den Eltern gehören, die auch auf dem Spielplatz ab und zu mal aufs Smartphone linsen, dann lest mal diesen herrlich augenzwinkernden Blog-Beitrag auf Eine ganz normale Mama.

