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Milch-Getreide-Brei selber machen: Grundrezept für den Abendbrei

Aktualisiert am 3. September 2024
Milch-Getreide-Brei im Gläschen mit einem Plastiklöffel

Inhalt:
1. Milch-Getreide-Brei: Grundrezept
2. Milch-Getreide-Brei: Ab wann verträgt ihn mein Baby?
3. So gewöhnst du dein Baby an den Milch-Getreide-Brei
4. Welche Milch eignet sich für Babybrei?
5. Und welches Getreide?
6. Getreide-Obst-Brei: Welches Obst kann ich verwenden?
7. Milch-Getreide-Brei einfrieren
8. Kann ich trotz Milch-Getreide-Brei weiterstillen?

Wenn dein Baby bereits an den Mittagsbrei gewöhnt ist, wird es nach etwa einem Monat Zeit für den zweiten Brei. Den gibt es abends als Kombination von Milch und Getreide – daher die Bezeichnung Milch-Getreide-Brei oder auch Abendbrei.

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Milch-Getreide-Brei: Grundrezept

Zutaten

  • 20 g (oder 2 EL) Getreide
  • 200 ml Milch
  • 2 EL Saft oder Obstpüree

Rezept

  1. Gib als erstes Instant-Getreideflocken in eine Schüssel.
  2. Dann die Milch aufkochen lassen und über die Instantflocken gießen, dabei mit einem Schneebesen verrühren.
  3. Obst oder Orangensaft unterrühren.
  4. Die Temperatur an der Innenseite des Handgelenks prüfen (der Brei sollte lauwarm sein).

Milch-Getreide-Brei: Ab wann verträgt ihn mein Baby?

Ein Baby kann Milch-Getreidebrei bekommen, sobald die Beikost seit etwa einem Monat eingeführt ist, also ca. ab dem 6. bis 8. Monat. In diesem Alter ist das Verdauungssystem des Babys in der Regel schon genug entwickelt, um einen weiteren Brei, der auch Kuhmilch enthält, zu verarbeiten.

So gewöhnst du dein Baby an den Milch-Getreide-Brei

Um den Brei schonend einzuführen kannst du folgendermaßen vorgehen:

  • Vom 1. bis zum 3. Tag gibt es Getreideflocken, die du mit erhitztem und wieder abgekühltem Wasser anrührst. Dazu eine halbe Portion Saft oder Fruchtpüree.
  • Vom 4. bis zum 6. Tag rührst du die Flocken dann mit Vollmilch an (3,5 Prozent Fett, erhitzt und auf Esstemperatur abgekühlt) und gibst ebenfalls eine halbe Portion Saft oder Obstmus dazu.
  • Ab dem 7. Tag gibt es weiterhin Milch und Getreide plus eine volle Portion Saft/Obstpüree.

Bitte den Brei nicht zusätzlich süßen! Vor allem nicht mit Honig (der ist für Babys unter einem Jahr tabu, weil gesundheitsgefährdend)

Tipp: Ideal sind Zutaten in Bio-Qualität. Auch fertige Fruchtpürees für Babys und Kleinkinder sind auf Umweltbelastungen wie beispielsweise Pestizide getestet und unterliegen strengen Richtlinien.

Welche Milch eignet sich für Babybrei?

Empfehlenswert für den Milch-Getreide-Brei ist (Kuh)-Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett. Wenn du Milch mit 1,5 Prozent Fett wählst, kannst du diese z.B. mit einem TL Rapsöl etwas reichhaltiger machen. Auch Pre-Milch und H-Milch eignen sich sehr gut für Milch-Getreide-Brei.

Und welches Getreide?

Zu Beginn ist ein Instant-Vollkorngetreide optimal. Denn Vollkorn sättigt mehr und enthält auch mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe als Weißmehlprodukte. Welche Getreidesorte, ist zweitrangig – von Hirse über Dinkel bis hin zu Mehrkorn kannst du gerne testen, was deinem Baby am besten schmeckt. Am besten du variierst und gestaltest die Breimahlzeiten damit möglichst abwechslungsreich. Wenn dein Baby älter ist, kannst du auf zarte Haferflocken oder feinen Grieß umsteigen.

Wichtig: Glutenfreie Breie schützen nicht vor Zöliakie beziehungsweise Glutenunverträglichkeit. Ganz im Gegenteil: Studien empfehlen, dass ein ausgewogener Speiseplan auch glutenhaltige Lebensmittel umfassen sollte.

Getreide-Obst-Brei: Welches Obst kann ich verwenden?

Für Getreide-Obst-Brei eignen sich Apfel, Birne, Banane, Pfirsich oder die vitamin-c-reiche Nektarine. Orangensaft ist weniger empfehlenswert, da er zu viel Fruchtsäure enthält. Ob man nun Saft – vorzugsweise 100-prozentigen Saft und kein mit zusätzlichem Zucker angereichertes Produkt – oder Fruchtpüree verwendet, ist zweitrangig. Das Obstmus könnt ihr entweder selbst zubereiten oder ihr greift auf fertige Herstellerprodukte aus dem Glas bzw. dem Quetschbeutel zurück.

Milch-Getreide-Brei einfrieren

Milch-Getreide-Brei sollte nicht tiefgekühlt werden. Denn es besteht die Gefahr, dass sich beim Erwärmen der Milch Keime bilden. Andere Arten hingegen lassen sich sehr gut auf Vorrat kochen und du kannst den Babybrei einfrieren.

Kann ich trotz Milch-Getreide-Brei weiterstillen?

Unbedingt! Stillen ist das Beste für dein Baby, parallel zur Beikost kannst du ganz normal weiterstillen. Dann kannst du den Milch-Getreide-Brei auch als Getreide-Obst-Brei nur mit Wasser zubereiten.

Wenn du den Brei mit Muttermilch ergänzt, bereite am besten eine halbe bis ganze Portion zu. Verwende dafür folgende Zutaten:
90 g gekochtes Wasser + 2 EL Getreideflocken + 100 g frisches, zerdrücktes oder püriertes Obst + 1 TL Rapsöl

Häufig gestellte Fragen

Ab wann gibt es Brei fürs Baby?

Mit dem Brei kannst du wie oben erwähnt ab dem Beginn des 5. Lebensmonates starten - je nachdem, wie weit dein Baby ist, kannst du euch aber auch Zeit bis zum Beginn des 7. Lebensmonates geben. Brei bedeutet also Beikost - wobei Beikost nicht zwingend Brei bedeutet. So gibt es beispielsweise das Konzept für Baby-Led Weaning, bei dem dein Baby von Beginn an festere Nahrung zu sich nimmt.

Ab wann soll ich den Abendbrei einführen?

Ein guter Zeitpunkt ist, wenn dein Kind regelmäßig mittags isst und du merkst, dass es auch am Abend Appetit auf mehr als „nur“ Milch hat.

Kann ich parallel zum Abendbrei stillen?

Das Wort „Bei“-Kost sagt es schon – neben Brei gibt es weiterhin auch Milchmahlzeiten, also Muttermilch oder eine entsprechende Säuglingsmilch. Stille weiter nach Bedarf, beispielsweise nach dem Abendbrei zum Einschlafen. Um den Übergang zu erleichtern, kannst du wie beschrieben den Abendbrei auch mit Muttermilch zubereiten.

Warum ist selbstgemachter Babybrei eine gute Wahl?

Selbstgemachter Babybrei gibt Eltern volle Kontrolle über die Zutaten. Er ist frisch, ohne Zuckerzusatz, Salz oder Zusatzstoffe und kann individuell an das Alter und den Geschmack des Babys angepasst werden. So lernen Babys früh natürliche Aromen kennen.

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