Vor Kurzem war es mal wieder soweit: ein Restaurant-Besuch stand an. GroĂes Familienessen mit GroĂeltern, Onkeln und Tanten. Und wie immer die Frage: Wie lange halten die Kinder wohl durch? Mit ihren eineinhalb und drei Jahren sind sie nicht gerade prĂ€destiniert als ausdauernde Restaurant-Besucher.
Essen gehen mit Kleinkindern ist ein Abenteuer. WÀhrend es in der Baby-Zeit noch recht einfach ist, weil der Nachwuchs dann oftmals noch viel schlÀft und im Idealfall also einfach selig schlummernd im Kinderwagen liegt, ist es mit der Ruhe spÀtestens dann vorbei, wenn das Kind laufen kann. Denn, so viel steht fest: Wenn ein energiegeladener EinjÀhriger eines nicht will, dann ist das lÀngere Zeit still und zufrieden auf seinem Kinderstuhl zu sitzen und gesittet seine Mahlzeit einzunehmen.
Speisekarten fĂŒr Kinder? Oftmals ein Fiasko
Und dann immer dieser Speisekarten! Manchmal beschleicht mich das GefĂŒhl, die Restaurants sprechen sich untereinander ab. Immer diese Wiener WĂŒrstchen, Nudeln mit Tomatensauce und Chicken Nuggets auf all den Speisekarten. Als gĂ€be es keine anderen Gerichte fĂŒr Kinder. Mit ist das zu abwechslungsarm. Und zu fettig und kohlenhydratlastig ohnehin. Selbst im Kinderhotel mit eigenem KinderbĂŒffet ist das erste, auf was man trifft: Pommes. Und zwar in Augenhöhe der Kinder. Hm.
Also mĂŒssen Alternativen her. Am besten ignoriert man die Kinderkarte und ĂŒberlegt sich vorher, aus welchen Gerichten der Erwachsenen-Karte man auch fĂŒr die Kleinen etwas Sinnvolles zusammenstellen kann. SpĂ€tzle oder andere Nudeln kann man gut mit gedĂŒnstetem GemĂŒse kombinieren, dazu gibt es ein StĂŒckchen Fleisch von einem der Erwachsenen-Teller. Oder man greift beim Fisch zu – denn den essen Kleinkinder ohnehin viel zu wenig.
Lieber aus der regulÀren Karte auswÀhlen
Auch Suppen mögen viele Kinder – allerdings sollte man aufpassen, dass diese nicht zu sehr gesalzen sind. Kartoffeln sind ebenfalls eine tolle Alternative. Auch dazu passt gedĂŒnstetes GemĂŒse wie Karotten, Brokkoli oder Blumenkohl. Oder man ordert die tollen Knollen als PĂŒree oder Ofenkartoffel.
Im sĂŒddeutschen Raum begegnen einem zudem Knödel auf Schritt und Tritt. In Kombination mit Butter und Parmesan sind sie natĂŒrlich eine sehr kalorienreiche und fettige Angelegenheit, deswegen vielleicht einfach pur bestellen und ein bisschen SoĂe separat reichen lassen.
FĂŒr den Fall, dass dann doch nichts munden mag, ist es sowieso ganz ratsam, eine Notfall-Snackbox parat zu haben: Vollkornbrot, GemĂŒsesticks, eventuell auch ObstpĂŒree oder Getreidewaffeln.
Das dicke Ende kommt dann ohnehin am Schluss: Die HĂ€lfte des Essens liegt unter dem Tisch, ĂŒberall sind Brösel verteilt, die Tischdecke ist voller Flecken und zwei GlĂ€ser Apfelsaftschorle haben sich bereits quer ĂŒber und unter den Tisch ergossen.
Da kann man als Eltern schon mal gemischte GefĂŒhle bekommen, und etwas unangenehm berĂŒhrt nach den Reaktionen der anderen GĂ€ste schielen. Da hilft nur: einen kĂŒhlen Kopf bewahren. Und den Ausflug ins Restaurant gut planen.
Unsere Tipps: So klappt es mit Kindern im Restaurant
Wir haben einige gute Tipps zusammengetragen, die helfen, den Restaurantbesuch mit Nachwuchs etwas stressfreier zu gestalten:
- Ein Restaurant aussuchen, in dem es einen AuĂenbereich gibt, vielleicht sogar mit Spielplatz. Oder alternativ einen Nebenraum, in dem gespielt werden kann. Manche Restaurants haben sogar eigene Kinderspielzimmer, die mit Spielzeug ausgestattet sind.
- Die Schlafenszeiten der Kinder berĂŒcksichtigen. Ein Kleinkind, das quengelt, weil es mĂŒde ist, ist keine gute Gesellschaft beim Essen. Eventuell eine Schlafgelegenheit einplanen – das kann einfach der Buggy/Kinderwagen sein oder auch das Auto (Babyphon mitnehmen!).
- Essen eher kĂŒrzer planen. Stundenlang gemĂŒtlich am Tisch zu sitzen, geht in der Regel leider nicht so gut. MehrgĂ€ngige (und mehrstĂŒndige) Essen also lieber von vorne herein ohne Kinder planen und einen Babysitter organisieren.
- Notfall-Box mit Snacks einpacken.
- Spielzeug und BĂŒcher ebenfalls.
- Wenn sich eine gröĂere Runde zum Essen trifft: Vorher absprechen, wer zwischendurch mit den Kindern zum Spielen geht, damit die Eltern auch mal zum Essen kommen.
- Bei der Reservierung Bescheid geben, dass Kleinkinder am Tisch sitzen und wie viele HochstĂŒhle benötigt werden. Eventuell auch abklĂ€ren, ob der Kinderwagen mit zum Tisch genommen werden kann.
- Vorher ĂŒberlegen, welche Gerichte geeignet fĂŒr Kinder sind. Viele Restaurants stellen ihre Speisekarten online zur VerfĂŒgung. Das erleichtert die Planung und man kann gegebenenfalls noch zusĂ€tzliche Snacks zur ErgĂ€nzung einpacken.

